
Seychelles · Worldwide
Segeln in Seychelles.
51 Yachten in 1 Revier.
Warum die Seychellen segeln
Die Seychellen bestehen aus Granit, nicht aus Korallenatollen — große, runde Felsblöcke in der Farbe von altem Eisen, die direkt in ein Wasser abfallen, das so klar ist, dass man den Anker noch bei 12m Tiefe sieht. Die Inner Islands liegen dicht beieinander, höchstens einen Tagestörn voneinander entfernt, das heißt: kurze Etappen und lange Nachmittage vor Anker. Der Wind ist zuverlässig, aber selten grob. Gesegelt wird auf flachem Wasser zwischen palmengesäumten Stränden, und Ankerplätze teilt man in einer guten Woche mit zwei anderen Booten, nicht mit zwanzig.
Was es nicht ist: ein Revier für harte Passagen oder große Distanzen. Der Reiz hier liegt im Langsamen. Morgens an einer Granitspitze schnorcheln, nach dem Mittagessen zwei Stunden segeln, den Anker vor einem Strand werfen, den man von Land aus nicht erreicht. Geeignet für Erstcharterer, Familien und alle, die den überlaufenen Mittelmeerraum schon kennen und Platz suchen.
Das Segelrevier — Mahé und die Inner Islands
Alles beginnt auf Mahé, der Hauptinsel, wo auch die Flotte liegt. Von dort aus erstreckt sich das Fahrtgebiet über die Inner Islands: Praslin, La Digue, Curieuse, Cousin, Ste Anne, Silhouette, North Island. Die Distanzen sind kurz — von Mahé nach Praslin sind es rund 25 Seemeilen, und die meisten Etappen zwischen den Inseln liegen zwischen 5 und 15.
Auf Praslin liegt das Vallée de Mai, Heimat der Coco-de-Mer-Palme, und Anse Lazio an der Nordwestecke der Insel ist einer der bekannteren Strände — zu Recht. La Digue, ein kurzer Sprung von Praslin, ist der Ort, an dem man das Boot verlässt und sich ein Fahrrad leiht — Autos gibt es dort so gut wie keine. Auf Curieuse leben frei umherziehende Riesenschildkröten, dazu gibt es einen Meerespark. Ste Anne, direkt vor Mahé, ist ein Schutzgebiet und gut für eine erste Nacht zum Einfahren. Die Ankergründe bestehen meist aus Sand mit gutem Grip; an einigen Stellen ist wegen Granitköpfen Vorsicht geboten, worauf das Briefing hinweist.
Saison und Winde
Zwei Monsune, und der Unterschied zählt. Der Südost-Passat weht etwa von Mai bis September — beständige 15 bis 25 Knoten, trockenere Luft, klareres Wasser und das verlässlichste Segeln. Ankerplätze auf der Nord- und Westseite der Inseln liegen im Lee und bleiben angenehm. Das ist die beliebte Saison — und die vollere.
Der Nordwest-Monsun herrscht etwa von Dezember bis März: leichterer, wechselhafterer Wind, wärmer, feuchter, mit gelegentlichen Böen und stärkerem Regen. Das Segeln ist sanfter, dafür läuft öfter der Motor mit. Die Übergangsmonate April sowie Oktober/November sind die Wechselzeiten — oft windstill, heiß und spiegelglatt.
Die Seychellen liegen außerhalb des Zyklongürtels, sodass die Zyklonsaison, die andernorts Karibik- oder Indik-Reisen bestimmt, hier entfällt. Das Wasser ist ganzjährig warm, meist Mitte bis Ende 20 Grad Celsius. Es gibt keine grundsätzlich falsche Zeit — nur die sportlichere und die gemächlichere Saison.
Chartertypen
Die Flotte ab Mahé ist breit aufgestellt, und die Boote passen zum Revier. Katamarane dominieren hier aus gutem Grund — geringer Tiefgang für ankernahes Manövrieren, Deckfläche für Familien und Gruppen, und ruhiger Gang in den windschwächeren Monaten. Wer lieber in Schräglage segelt, findet auch Monohulls.
Bareboat ist möglich, wenn die passenden Segelqualifikationen und die Erfahrung vorhanden sind (siehe FAQ). Wer nicht selbst skippern möchte, bucht einen Skippered Charter: Ein ortskundiger Kapitän kennt die Durchfahrten, den Ankergrund und das Wetter — bei einer ersten Seychellen-Reise gut angelegtes Geld. Voll bemannte Charter mit Koch gibt es im größeren Segment. Cabin Charter, bei denen man nur eine Kabine auf einem Gemeinschaftsboot bucht, sind saisonal verfügbar — fragen Sie uns per WhatsApp nach aktuellen Optionen.
Realistische Kosten
Die Seychellen liegen preislich am oberen Ende des tropischen Chartermarkts — die Abgeschiedenheit und die Kosten der Proviantierung schlagen durch. Nur als Orientierung, für ein verbindliches Angebot gilt immer Preis auf Anfrage:
- Ein Bareboat-Katamaran kostet je nach Größe, Alter und Saison typischerweise rund EUR 4.000 bis EUR 12.000 pro Woche, in der Hauptsaison am oberen Ende dieser Spanne. - Bei Skippered Charter kommt ein Kapitänshonorar hinzu, üblicherweise im Bereich von EUR 180 bis EUR 250 pro Tag, zuzüglich seiner Verpflegung. - Separat einzuplanen sind Treibstoff, Parkgebühren (die Meeresparks berechnen pro Person und Tag), eine Endreinigung und die Proviantierung. Diese fällt teurer aus als im Mittelmeer, da vieles importiert wird.
Wir nennen Ihnen vor der Buchung eine ehrliche Gesamtsumme. Schreiben Sie uns auf WhatsApp mit Reisedaten, Teilnehmerzahl und ob Sie einen Skipper wünschen.
Eine Beispielwoche
Tag 1 — Mahé. Einschiffung am Nachmittag, Briefing, Proviant fassen und ein kurzer Törn zum Ste-Anne-Meerespark für eine ruhige erste Nacht.
Tag 2 — Mahé nach Praslin. Die längste Etappe, rund 25 sm über offenes Wasser mit dem Passat. Ankern vor der Cote d'Or oder in der Baie Ste Anne.
Tag 3 — Praslin. An Land zum Vallée de Mai, dann weiter nach Anse Lazio für den Nachmittag und einen Sprung ins Wasser direkt vom Boot.
Tag 4 — Curieuse und Cousin. Kurzer Sprung nach Curieuse zu den Schildkröten und dem Meerespark; in der Nähe am Saumriff von Cousin schnorcheln.
Tag 5 — La Digue. Zwei Stunden hinüber nach La Digue. Fahrräder an Land, und bei gutem Licht ein Abstecher zur Anse Source d'Argent.
Tag 6 — zurück Richtung Mahé. Die Rückfahrt mit einem Stopp bei Silhouette oder an einem der weniger besuchten Ankerplätze Mahés unterbrechen.
Tag 7 — Mahé. Letzter Ankerplatz nahe der Basis, dann am letzten Morgen früh zurück zum Ausschiffen. Den gesamten Plan flexibel nach dem Wind ausrichten — er ist eine Richtschnur, kein Fahrplan.
Anreise und praktische Hinweise
Anreise über den Seychelles International Airport (SEZ) auf Mahé, gut angebunden über die Golf-Drehkreuze, Europa und Ostafrika. Von dort ist es nur ein kurzer Transfer zur Basis — die genaue Wegbeschreibung schicken wir mit der Bestätigung.
Die meisten Nationalitäten erhalten bei Einreise ein Visitor's Permit statt eines Visums; prüfen Sie die Vorgaben für Ihren eigenen Pass vor der Reise. Landeswährung ist die Seychellen-Rupie, Karten werden aber weithin akzeptiert, größere Charterkosten werden meist in EUR beglichen. Gesprochen wird Englisch, Französisch und Kreol.
Proviantieren Sie noch auf Mahé — die äußeren Stopps haben nur begrenzte Einkaufsmöglichkeiten. Riffverträglichen Sonnenschutz mitbringen, und die Meeresparkgebühren werden pro Person erhoben. Alles Weitere — Briefings, Törnberatung, aktuelle Verfügbarkeit — erfahren Sie, sobald Sie uns mit Ihren Reisedaten auf WhatsApp schreiben.
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Katamaran oder Monohull für die Seychellen?
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