
Panama · Worldwide
Segeln in Panama.
5 Yachten in 2 Reviere.
Warum Panama segeln
Panama hat zwei Küsten und einen Kanal, aber zum Segeln zieht es einen an die Karibikseite. San Blas — für die Guna, die dort leben, Guna Yala — ist eine Streuung niedriger Koralleninseln vor der Nordostküste, die meisten nur ein paar Palmen breit und von Riff umgeben. Man ankert in klarem Wasser, schnorchelt direkt vom Boot aus und kauft Fisch und Languste von Guna-Familien, die mit ihren Einbaum-Ulus vorbeikommen. Es gibt kaum Bebauung, keine Marinas auf den Inseln und auf den meisten Cays kein Handynetz. Genau das macht den Reiz aus.
Weiter westlich, nahe der Grenze zu Costa Rica, ist Bocas del Toro grüner und feuchter — Mangrovenkanäle, Surfspots und ein kleiner Ort mit Bars und Tauchshops. Hier segelt es sich anders als in San Blas: weniger Riffnavigation, mehr Schutz, mehr an Land. Zusammen ergeben die beiden Gebiete zwei ganz unterschiedliche Karibik-Panama-Reisen unter einem Länderdach.
Die Segelreviere
San Blas (Guna Yala). Rund 350 Inseln über ein etwa 100 Seemeilen langes Archipel verteilt, wobei sich Charter auf die westlichen Gruppen konzentrieren: die Lemon Cays (Cayos Limones), die Holandes Cays und Chichime. Die Distanzen zwischen den Ankerplätzen sind kurz — oft unter zwei Stunden —, die Tage entsprechend entspannt. Der Haken ist das Riff: Seekarten sind ungenau, Betonnung ist rar, und man navigiert nach Augenmaß, indem man mit der Sonne im Rücken die Wasserfarbe liest. Lokale Skipper machen das täglich; wer bareboat unterwegs ist, sollte es langsam angehen und gut vor Einbruch der Dunkelheit ankern.
Bocas del Toro. Ein Cluster aus Inseln und Lagunen im äußersten Nordwesten. Das Wasser ist ruhiger, die Passagen breiter, und Bocas Town auf Isla Colón bietet Proviant, Diesel und eine Landebahn. Ein guter Einstieg, wenn einem die Riffnavigation in San Blas zu anspruchsvoll erscheint.
Die beiden Gebiete liegen per Boot weit auseinander und werden meist getrennt gechartert. Pro Reise sollte man sich für eines entscheiden.
Saison und Winde
Die Karibikküste Panamas hat eine lange trockene, windige Saison von etwa Dezember bis April, getragen vom Nordostpassat. Das ist das verlässliche Fenster: meist 15–25 Knoten, beständiger Sonnenschein und die ruhigste Riffnavigation. Es ist zugleich die vollste und teuerste Zeit.
Mai bis November ist die feuchtere, leichtwindigere Saison — mehr Schauer, mehr Flaute, wärmeres Wasser, weniger Boote. San Blas liegt südlich des eigentlichen Hurrikangürtels, sodass die Karibiksaison, die weite Teile der Region lahmlegt, hier weniger ins Gewicht fällt, auch wenn kräftiger Regen und gewittrige Schauer durchziehen. Das Wasser liegt das ganze Jahr über bei 27–29 °C; man segelt in kurzer Hose.
Man sollte sich über den Passat keine Illusionen machen. Von Dezember bis März kann er kräftig blasen und auf den offenen Strecken zwischen den Cays eine kurze, unangenehme Karibiksee aufbauen. Die Übergangsmonate (April, November) eignen sich für alle, die ruhigere Ankerplätze bevorzugen.
Chartertypen
Hier lässt sich crewed oder bareboat chartern, als Einrumpf- oder Katamaran. Katamarane dominieren San Blas aus gutem Grund: Der geringe Tiefgang bringt einen in flache Riffankerplätze, und die Deckfläche passt zum Rhythmus aus Schwimmen, Schnorcheln und Wiederholen. Ein lokaler Skipper ist in San Blas ernsthaft in Erwägung zu ziehen — Riff lesen und Guna-Etikette lernt man vor Ort, nicht aus der Karte.
Bocas eignet sich dank einfacherer Navigation und Versorgung an Land eher für Bareboat. Wer einen ICC oder gleichwertigen Schein besitzt und schon einmal Riffwasser gesegelt ist, kommt hier mit einem Bareboat-Katamaran gut zurecht.
Die Vorratslage unterscheidet sich je nach Gebiet. Vor San Blas sollte man kräftig einkaufen — Fisch, Languste und etwas Gemüse gibt es bei Guna-Händlern, aber keinen vollständigen Laden. Bocas Town deckt die meisten Bedürfnisse ab.
Was es kostet
Die Chartertarife hängen von Boot, Saison und davon ab, ob Crew dazugebucht wird. Als Richtwert: Ein Bareboat-Katamaran in der Hochsaison der Trockenzeit kostet meist im niedrigen bis mittleren vierstelligen Euro-Bereich pro Woche; ein Boot mit Skipper und Koch liegt darüber. In der Nebensaison sinken die Preise. Zusätzlich zur Grundmiete sollte man Diesel, eine Proviantkasse, einen etwaigen lokalen Skipper oder Koch einplanen sowie — für San Blas — die Guna-Gemeindegebühren, die pro Person und besuchter Insel erhoben werden und an den Guna-Kongress gehen.
Für genaue Zahlen zu unseren Booten und der gewünschten Saison gilt: Preis auf Anfrage — schreiben Sie uns über WhatsApp mit Reisedaten und Teilnehmerzahl, und wir schicken echte Zahlen statt einer Spanne, die Sie selbst hinterfragen müssten.
Eine Woche in San Blas
- Tag 1 — Einschiffung nahe dem Cartí-Sektor nach dem Transfer per Straße und Boot von Panama-Stadt. Kurzer Sprung zu den Lemon Cays; ankern, schwimmen, ankommen. - Tag 2 — Weiter nach Osten zu Chichime, ein Ankerplatz zwischen zwei Inseln mit Riffdurchfahrt und einem Wrack zum Schnorcheln. Languste vom Ulu, wenn die Händler vorbeikommen. - Tag 3 — Weiter zu den Holandes Cays und dem Ankerplatz, den viele den Swimming Pool nennen — klares Wasser über Sandboden innerhalb des Riffs. Das ist das Postkartenmotiv. - Tag 4 — Bleiben oder ein paar Meilen zwischen den Holandes-Ankerplätzen treiben. Ein Tag ohne Passage. Kiten, Freitauchen, lesen. - Tag 5 — Besuch eines Guna-Dorfes — Nusagandi oder einer der bewohnten Cays — Respekt erweisen, Gemeindegebühr zahlen, ein Mola-Textil kaufen. - Tag 6 — Zurück nach Westen über Coco Bandero oder die Lemon Cays, das Licht für die Riffpassage richtig timen. - Tag 7 — Letzter Ankerplatz nahe Cartí, packen, Transfer per Boot zurück in die Stadt.
Die Distanzen sind durchweg kurz — das ist eine Ankertour, keine Etappenfahrt.
Anreise
Fliegen Sie nach Panama-Stadt (Tocumen International, PTY), dem Hauptdrehkreuz für beide Küsten mit guten Verbindungen aus Europa und Amerika. Für San Blas führt die übliche Route per 4x4 über die Berge zum Cartí-Sektor — eine holprige, zwei- bis dreistündige Fahrt auf einer kurvigen Straße — gefolgt von einem Bootstransfer zum Schiff. Früh losfahren; die Straße ist bei Tageslicht am angenehmsten.
Für Bocas del Toro fliegt man von Panama-Stadt mit einem kurzen Inlandsflug weiter nach Bocas Town (Isla Colón) oder nimmt die längere Route über Land und Fähre via Almirante. Bocas Town bietet Proviant, Diesel und Versorgung an Land, nahe am Wasser.
Bringen Sie US-Dollar in bar mit — Panama nutzt sie neben dem Balboa — für Guna-Gebühren, Händler und kleine Ausgaben an Land, denn Kartenzahlung ist außerhalb der Stadt lückenhaft. Rechnen Sie in San Blas mit wenig bis keinem Handynetz; sagen Sie Ihren Leuten daheim Bescheid, bevor Sie offline gehen.
Live-Flotte
Verfügbare Yachten in Panama.
5 yachts
AvailableValpar
Crewed
AvailableTi Kay
Crewed
AvailableVip One
Crewed
AvailableZenith
Crewed
AvailableBe Hang Loose
Crewed
Fragen zu Panama
Gefragt und beantwortet.
Wie viel kostet eine Yachtcharter in Panama?
Brauche ich für eine Charter in Panama einen Schein?
Wann ist die beste Zeit, um in Panama zu segeln?
Wo starten Charter in San Blas?
Ist Panama gut für einen Familien-Segelurlaub?
San Blas oder Bocas del Toro — was sollte ich wählen?
Kann ich in San Blas Karten und Handy nutzen?

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