
Vestfold og Telemark · Norway
Segeln in Vestfold og Telemark.
Charter ab Porsgrunn/Telemark — 4 Yachten liegen jetzt am Steg.
Warum hier segeln
Zwischen den Inseln liegt das Wasser dunkelgrün und glatt, und die Kiefern reichen bis an den Granit heran. Das ist die Skagerrak-Küste, nicht die hohen Fjorde im Westen — ein flaches, verwittertes Archipel aus Schären und schmalen Sunden, das sich von Porsgrunn hinaus Richtung Kragerø und Larvik zieht. Man segelt kurze Etappen, ankert in einer Felsspalte und springt im Juli vom Heck ins Wasser, wenn die Oberflächenschicht warm genug zum Baden ist. Das passt zu Seglern, die Navigationsrätsel mögen — eine Fahrrinne zwischen Seezeichen lesen, abschätzen, wo der Granit abfällt — mehr als zu Langfahrtseglern. Weniger Boote als im Mittelmeer, keine Marina-Anwerber, und viele der besten Ankerplätze bieten Platz für genau ein Boot und sonst niemanden.
Das Segelrevier
Von der Basis in Porsgrunn geht es den Frierfjord hinunter und an Brevik vorbei hinaus in die Schären. Westlich erreicht man Kragerø, eine bodenständige Stadt aus weißen Holzhäusern mit guter Versorgung und einem Gästehafen mitten im Zentrum; die Strecke dorthin liegt fast durchgehend geschützt hinter den äußeren Inseln. Östlich gelangt man in die Gewässer von Larvik und Sandefjord in Vestfold, offener, mit den Kais der alten Walfangstädte und einer geraderen Küste. Jomfruland, die lange, flache Insel vor Kragerø, markiert die Grenze des geschützten Wassers — dahinter beginnt das eigentliche Skagerrak. Die meisten Wochen bleibt man innerhalb dieser Grenze. Die Wassertiefe nimmt nahe am Fels schnell ab, da lohnt sich sowohl die Papierkarte als auch der Plotter, und in den engen Passagen motort man.
Häfen und Ankerplätze
Gästehäfen in Kragerø, Langesund, Stavern und Nevlunghavn bieten Landstrom, Wasser und einen kurzen Weg zur Bäckerei. Dazwischen liegt der eigentliche Reiz in den natürlichen Ankerplätzen: eine Bucht hinter einem namenlosen Schäreneiland, eine Achterleine an Land zu einem in den Granit gebohrten Ring, und der Duft von warmer Kiefer beim Ankern. Der Grund hält unterschiedlich gut — oft dünner Sand über Fels — also den Anker gründlich eingraben und prüfen. Klassisch norwegisch ist das Anlegen mit dem Bug zum Fels und einem Heckanker, oder das Liegen vor einem schwojenden Anker in den tieferen Becken. Der Wind kann sich zwischen den Inseln kanalisieren, also die Seite der Fahrrinne nach der Vorhersage wählen.
Saison und Winde
Die Saison ist kurz und klar umrissen: Ende Mai bis Anfang September, wobei Juli und die erste Augusthälfte die verlässlichste Zeit zum Baden und für lange Tage sind. Zur Sommersonnenwende ist es bis nach 22 Uhr hell, sodass sich abends noch eine lange Etappe segeln lässt, sobald der Wind auffrischt. Bei stabilem Wetter herrschen moderate, thermisch bedingte Winde — eine Seebrise, die im Laufe des Nachmittags auffrischt und bei Dämmerung wieder einschläft —, unterbrochen von Tiefdruckgebieten aus dem Skagerrak, die Südwestwind und Regen bringen. Morgens ist der Wind meist wechselhaft und schwach, am frühen Nachmittag legt eine ordentliche Brise zu. Im Sommer ist das keine Starkwindküste, aber eine durchziehende Front kann 25 Knoten durch die Kanäle jagen — also die Vorhersage im Blick behalten und bei Wind innerhalb der Schären bleiben.
Chartertypen und Kosten
Die Flotte hier ist reines Bareboat, stationiert in Porsgrunn/Telemark — man übernimmt das Boot und segelt selbst. An dieser Küste gibt es keine bemannten Charter, daher braucht es einen erfahrenen Skipper an Bord. Segelnde Einrumpfboote im mittleren Kreuzfahrtsegment passen gut zu diesen Gewässern: genug Tiefgang, um ordentlich zu segeln, aber nicht so viel, dass die flachen Buchten unerreichbar bleiben. Eine Bareboat-Woche an vergleichbaren skandinavischen Küsten kostet je nach Boot und Termin etwa EUR 2.500–5.000, wobei Juli und Anfang August am oberen Ende liegen; die genauen Preise für diese Basis erfahren Sie auf Anfrage. Kraftstoff, Endreinigung und Gästehafengebühren von einigen Dutzend Euro pro Nacht sollten Sie separat einplanen. Einkaufen in Norwegen ist nicht billig — decken Sie sich vor der Abfahrt im großen Supermarkt ein.
Eine Woche, ungefähr
Tag 1 — Übernahme in Porsgrunn, Einkaufen, hinunter durch den Frierfjord motoren und die erste Nacht hinter einer Insel bei Brevik ankern. Tag 2 — Schären südwärts Richtung Kragerø, mit dem Heck zum Fels in einem stillen Sund, baden. Tag 3 — Hinein nach Kragerø, Gästehafen, Wasser und Proviant auffüllen, durch die Holzhausstraßen schlendern. Tag 4 — Hinaus nach Jomfruland, im Windschatten der Insel segeln, vor der flachen Küste ankern. Tag 5 — Ostwärts entlang der Küste Richtung Langesund und Stavern, eine längere offene Etappe, wenn der Wind mitspielt. Tag 6 — Westwärts zurück durch die Inseln arbeiten, ein letzter natürlicher Ankerplatz mit Achterleine an Land. Tag 7 — Kurzer Sprung zurück nach Porsgrunn, saubermachen und Übergabe. Die Distanzen sind überschaubar, daher bleibt im Plan Spielraum für einen Schlechtwettertag im Schärenschutz.
Anreise
Fliegen Sie nach Oslo (Gardermoen oder Torp/Sandefjord — Torp liegt deutlich näher an Telemark) und fahren Sie mit dem Auto oder der Bahn weiter Richtung Porsgrunn und Skien. Vom Flughafen Torp sind es mit dem Auto deutlich unter einer Stunde zur Basis, von Gardermoen sollten Sie zwei bis drei Stunden einplanen. Der Vy-Zug ab Oslo fährt nach Porsgrunn und Skien und ist unkompliziert. Schreiben Sie uns auf WhatsApp mit Ihren Terminen und der Crewgröße, und wir bestätigen das Boot, den genauen Treffpunkt und die Übergabezeit. Packen Sie warme, wasserdichte Schichten ein, egal in welchem Monat — selbst bei einem Julihoch sind die Morgen auf diesem Wasser kühl.
Live-Flotte
Verfügbare Yachten in Vestfold og Telemark.
4 yachts
Fragen zu Vestfold og Telemark
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