
Troms og Finnmark · Norway
Segeln in Troms og Finnmark.
Charter ab Tromso — 3 Yachten liegen jetzt am Steg.
Warum hier segeln
Das ist Segeln in hohen Breiten. Das Wasser liegt dunkelgrün unter schneebedeckten Gipfeln, die direkt in die Fjorde abfallen, und das Licht verhält sich genau umgekehrt zu dem, was man erwartet — keine richtige Nacht von Ende Mai bis Ende Juli, kein richtiger Tag rund um die Wintersonnenwende im Dezember. Wir segeln ab Tromso, rund 350 km nördlich des Polarkreises, durch eines der dramatischsten Fahrwasser Europas.
Das Revier passt zu Seglern, die schon ein paar Charter hinter sich haben und Kaltwasser-Können suchen statt eines weiteren warmen Vor-dem-Wind-Törns. Man ankert unter Geröllhalden und Wasserfällen, teilt sich die Fjorde mit Seeadlern und im Winter gelegentlich mit Orcas, und läuft Fischerdörfer an, in denen der Hafen noch nach trocknendem Stockfisch riecht. Hier lernt man nicht das Segeln — hierher kommt man wegen der Weite und der Leere.
Die Segelreviere
Die meisten Charter starten in Tromso und bleiben zunächst in den geschützten inneren Gewässern. Kvaloya und die Sunde ringsum bieten geschütztes Segeln am ersten Tag. Weiter südlich, in den Lyngen-Alpen, wartet der Postkarten-Fjord: 1.800 m hohe Gipfel, Gletscherzungen und tiefes Wasser dicht unter Land, sodass man direkt unter den Bergen ankern kann. Lyngenfjord und Ullsfjord bilden das Kernrevier, in dem die meisten Wochen bleiben.
Mit mehr Zeit und stabiler Wettervorhersage lohnt sich ein Abstecher nach Senja — die Außenküste ist rauer, stärker der Dünung ausgesetzt, aber die Granitklippen bei Bergsbotn und Mefjordvaer sind es wert. Weiter nördlich, Richtung Finnmark-Küste, werden die Distanzen größer und der Schutz dünner, weshalb kaum ein Einwochentörn so weit hinauskommt. Häfen, die man kennen sollte: Hansnes, Skjervoy, Finnsnes und die kleinen Fjord-Ankerplätze, die es nicht ins Handbuch schaffen.
Saison und Winde
Es gibt hier zwei sehr unterschiedliche Saisons, und man sollte bewusst wählen.
Sommer (Ende Mai bis August) ist die Segelsaison. Die Mitternachtssonne erlaubt es, bis in die eigentliche Nacht hinein weiterzusegeln; die Temperaturen liegen bei etwa 10-16°C, das Wasser ist kalt, und der Wind ist meist leicht bis mäßig, aber katabatisch — er fällt die Fjorde hinab und dreht in Gletschernähe schnell. Früh reffen. Von der Außenküste zieht Nebel herein.
Winter (November bis März) ist die Saison für Polarlichter und Wale, keine allgemeine Segelsaison. Die Tage sind kurz bis gar nicht vorhanden, es ist wirklich kalt, und nur erfahrene Kaltwasser-Crews sollten sich daran wagen. Manche Anbieter fahren geführte Wintertörns; ein eigenständiger Bareboat-Charter im Winter ist nicht ratsam.
Den meisten Charterern würden wir zu Juni und Juli raten. August geht auch, aber gegen Monatsende wird das Wetter zunehmend herbstlich.
Verfügbare Chartertypen
Wir bieten Bareboat-Charter ab Tromso für Skipper mit den nötigen Papieren und passender Kaltwasser-Erfahrung. Bareboat bedeutet, man übernimmt das Boot und segelt selbst — ohne Crew an Bord. Angesichts der Navigation und des Wetters hier oben sagen wir offen, für wen das passt: Wer noch nie in hohen Breiten gesegelt ist oder katabatische Fjordwinde erlebt hat, für den ist das eine Herausforderung.
Wer Crew oder einen geführten Flottillentörn möchte: Auf dieser Basis haben wir derzeit keine bemannten Boote, aber schreibt uns über WhatsApp — wir sagen ehrlich, was wann verfügbar ist. Skipperbegleitete Törns lassen sich mit etwas Vorlauf manchmal organisieren. Details zur Crew auf Anfrage.
Realistische Kosten
Das arktische Norwegen ist teuer, und das sollte man lieber vorher wissen als erst an der Tankstelle im Hafen. Die Bootsmiete selbst liegt etwa auf dem Niveau eines guten Mittelmeer-Charters, aber alles drumherum kostet mehr: Proviant, Liegeplätze, Treibstoff und die Anreise.
Bareboat-Wochenraten liegen je nach Boot und Saison im mittleren vierstelligen Euro-Bereich aufwärts, dazu kommt eine Kaution auf das Boot. Zusätzlich: Treibstoff (hier wird mehr motort als gesegelt), Hafengebühren, eine Endreinigung und Proviant, der deutlich über südeuropäischem Niveau liegt. Vor allem Alkohol ist teuer. Für ein verbindliches Angebot zu einem bestimmten Boot und einer bestimmten Woche gilt: Preis auf Anfrage — schreibt uns über WhatsApp eure Termine.
Eine Beispielwoche
Tag 1 — Einschiffen in Tromso, Proviantieren, Einweisung. Kurzer Einlaufsegeltörn in die Sunde um Kvaloya; Ankern für die erste Nacht.
Tag 2 — Überfahrt nach Ullsfjord und weiter Richtung Süden auf Lyngen zu. Ankern unter den Gipfeln; bei klarem Licht bleiben die Berge im Hochsommer bis nach Mitternacht erleuchtet.
Tag 3 — Tief hinein in den Lyngenfjord. Ankern unter einer Gletscherzunge, Ausschau nach Seeadlern. Ein enger, spektakulärer Ankertag.
Tag 4 — Anlaufen von Lyngseidet oder einem Fjorddorf, um Wasser zu bunkern und sich die Beine zu vertreten. Optional eine Wanderung an Land.
Tag 5 — Bei passendem Wetter hinaus Richtung Senja und Außenküste; Bergsbotn oder Mefjordvaer. Dünung und Vorhersage im Blick behalten.
Tag 6 — Rückweg nach Osten durch die geschützten Sunde. Ein entspannter Segeltag, letzter ruhiger Ankerplatz.
Tag 7 — Rückkehr nach Tromso, Auftanken, Übergabe. Das ist nur ein grober Plan — hier oben segelt man nach der Wettervorhersage, nicht nach dem Fahrplan.
Anreise
Tromso hat einen richtigen Flughafen (TOS) mit Direktflügen und Verbindungen mit einem Umstieg über Oslo sowie einige europäische Drehkreuze; vom Flughafen zum Hafen sind es nur ein kurzer Taxi- oder Busweg. Am besten schon einen Tag vor dem Einschiffen anreisen — Flüge so weit im Norden können sich wetterbedingt verschieben, und Segelzeit sollte nicht wegen eines verpassten Anschlusses verloren gehen.
Auch im Juli gehört richtige Kaltwasser-Segelausrüstung ins Gepäck: Zwischenschichten, Regenkleidung, Mütze, Handschuhe. Seekarten und das norwegische Handbuch sind unverzichtbar; in den tieferen Fjorden fällt der Handyempfang aus. Proviant sollte man in Tromso einkaufen, bevor man losfährt — die Dörfer haben nur kleine Läden mit eingeschränkten Öffnungszeiten, keine Supermärkte.
Live-Flotte
Verfügbare Yachten in Troms og Finnmark.
3 yachts
Fragen zu Troms og Finnmark
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Was kostet ein Yachtcharter in Troms og Finnmark?
Wann ist die beste Zeit, um im arktischen Norwegen zu segeln?
Welchen Schein und welche Erfahrung braucht man für Bareboat-Charter hier?
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Ist das etwas für Familien oder Charter-Einsteiger?
Segelt man wirklich, oder wird meist motort?
Kann man bei einem Sommercharter die Nordlichter sehen?

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