
Guadeloupe · Karibik
Segeln in Guadeloupe.
Charter ab Guadeloupe — 7 Yachten liegen jetzt am Steg.
Warum Guadeloupe segeln
Guadeloupe hat die Form eines Schmetterlings — zwei Inseln, Basse-Terre und Grande-Terre, verbunden durch einen schmalen Kanal namens Rivière Salée. Diese Geografie bietet zwei völlig unterschiedliche Reviere ab einer Basis. Westlich von Basse-Terre liegt das Wasser im Windschatten der Berge glatt, die Ankerplätze sind ruhig. Im Osten und Süden trifft man auf die offene Passatdünung und die Überfahrten zu den vorgelagerten Inseln.
Uns gefällt es, weil es ein echtes Segelrevier ist und keine bequeme Rundfahrt. Es liegt eine ordentliche Distanz bis zu den Saintes und nach Marie-Galante, an Land gibt es französische Infrastruktur, und es sind deutlich weniger Boote unterwegs als in den BVI. Man klariert einmal nach Frankreich ein und kann bei genug Zeit im selben Urlaub auch Dominica und Antigua ansegeln. Geeignet für Segler, die schon ein, zwei Charter hinter sich haben und Etappen mit einem Ziel am Ende suchen; weniger geeignet für eine erste Bareboat-Crew, die alles innerhalb einer Motorstunde erreichen will.
Segelreviere und Häfen
Die meisten Charter starten in der La Marina Bas du Fort, gut geschützt in einem abgeschirmten Becken hinter Pointe-à-Pitre. Sie ist die größte Marina der östlichen Karibik und bietet Yachtausrüster, Provianteinkauf und eine Tankstelle — ein guter Ort, um das Boot einzufahren.
Von dort führt die klassische Route südwärts zu den Îles des Saintes — einer Gruppe kleiner Inseln etwa 20 Meilen entfernt, mit einem engen Hafen bei Terre-de-Haut und Bojen unterhalb des Forts. Mittags wird es voll mit Tagesausflüglern von den Fähren; wer früh ankert oder eine Boje nimmt, hat sie bis zum Abend fast für sich. Marie-Galante liegt im Osten, eine flachere Insel mit langen Stränden und Rum-Destillerien, bei Passat eine Halbwindstrecke von Grande-Terre aus. Westlich von Basse-Terre bieten Pigeon Island und das Cousteau-Reservat geschütztes Schnorcheln im Windschatten der Berge. Weiter draußen liegen Dominica im Süden und Antigua im Norden, beide eine Tagesüberfahrt entfernt, falls man Grenzen überqueren möchte.
Saison und Winde
Die Chartersaison läuft etwa von Dezember bis Mai. Der Passat weht aus Ost bis Nordost, in den winterlichen Spitzenmonaten meist mit 15–20 Knoten, gelegentlich mehr, wenn ein kräftiges System durchzieht. Januar und Februar sind am windigsten und trockensten — gutes Segelwetter, lebhafte Überfahrten. März und April lassen etwas nach, das Wasser wird wärmer.
Von Juni bis November ist Hurrikansaison. Wir raten vom Chartern in der Kernzeit (August bis Oktober) ab; in dieser Zeit ziehen Systeme durch diesen Teil der Karibik, und Versicherungen sowie Liegeplatzverfügbarkeit richten sich danach. Der Kanal zwischen Basse-Terre und den Saintes kann aufwühlen, wenn Wind auf Strömung trifft — die Überfahrt daher für den Morgen planen. Nachmittägliche Böen sind das ganze Jahr über zu erwarten — kurz, heftig, nach zwanzig Minuten vorbei. Wer früh reffiert, für den sind sie kein Thema.
Verfügbare Chartertypen
Unsere Flotte in Guadeloupe ist reines Bareboat, stationiert in Bas du Fort. Man führt das Boot selbst, mit einem qualifizierten Skipper in der Crew. Sowohl Einrumpf- als auch Katamarane stehen zur Verfügung — die Katamarane eignen sich für Familien und Gruppen, die Deckfläche und geringen Tiefgang für die Ankerplätze schätzen; die Einrumpfboote liegen besser am Wind für die Kreuzungen nach Marie-Galante und Antigua.
Derzeit bieten wir ab Guadeloupe keine bemannten oder skipperbegleiteten Charter an. Wer einen Skipper an Bord möchte, für den können wir manchmal auf Anfrage jemanden vor Ort organisieren, garantiert ist das aber nicht — meldet euch frühzeitig. Der Proviant lässt sich vor Ankunft organisieren, sodass man gleich am ersten Nachmittag segelt, statt im Supermarkt zu stehen. Bareboat bedeutet, dass man selbst für das Boot verantwortlich ist — bei der Buchung fragen wir daher nach Segelqualifikationen und aktueller Erfahrung.
Realistische Kosten
Die wöchentlichen Bareboat-Preise hängen stark von Bootsgröße, Alter und Saison ab — die folgenden Angaben sind daher grobe Richtwerte. Ein Einrumpfboot der 40–45-Fuß-Klasse kostet in der Nebensaison typischerweise ab niedrigen vierstelligen Eurobeträgen pro Woche aufwärts; Katamarane ähnlicher Länge liegen spürbar darüber. Die Spitzenwochen um Weihnachten, Neujahr und die Februar-Schulferien haben die höchsten Preise und sind zuerst ausgebucht.
Zusätzlich zum Grundpreis einplanen: Treibstoff (nach Verbrauch), die Endreinigung, eine Kaution oder Haftungsreduzierung, Kurtaxe sowie Liegegebühren an den Saintes und andernorts. Die Verpflegung für eine Woche ist der andere große Kostenpunkt und hängt davon ab, wie viel an Bord gegessen und getrunken wird. Für ein verbindliches Angebot zu konkreten Terminen und einem bestimmten Boot gilt Preis auf Anfrage — schickt uns Woche und Crewgröße per WhatsApp, und wir melden uns mit einer echten Zahl statt einer Schätzung.
Eine Beispielwoche
Tag 1 — Einchecken in Bas du Fort, Proviant verstauen, Bootseinweisung, Übernachtung in der Marina. Bei genug Tageslicht eine kurze Einfahrt zum Warmwerden.
Tag 2 — Südwärts im Windschatten von Basse-Terre. Stopp bei Pigeon Island zum Schnorcheln über dem Cousteau-Reservat, dann Ankern für die Nacht vor der Westküste.
Tag 3 — Am Morgen Überfahrt zu den Îles des Saintes, solange der Kanal ruhig ist. Boje bei Terre-de-Haut aufnehmen, hinauf zum Fort Napoléon laufen, Baden vom Boot, sobald die Fähren weg sind.
Tag 4 — Die Saintes per Dinghy erkunden — die Bucht Pain de Sucre für das klarste Wasser. Optional ein Tagesausflug ins nahe Terre-de-Bas.
Tag 5 — Halbwindkurs hinüber nach Marie-Galante. Ankern vor Saint-Louis oder Grand-Bourg, eine Rum-Destillerie besuchen, lange flache Strände.
Tag 6 — Zurück Richtung Grande-Terre. Ankern an der Südküste bei Sainte-Anne oder Gosier für eine letzte ruhige Nacht.
Tag 7 — Kurze Etappe zurück nach Bas du Fort, auftanken, Boot zurückgeben. Bei spätem Flug bleibt noch Zeit für ein letztes Bad.
Wer auf zehn Tage verlängert, kann Dominica oder Antigua ergänzen; bei einer Woche lieber nicht zu viel vornehmen.
Anreise und praktische Hinweise
Pointe-à-Pitre (PTP) ist der Flughafen, mit Direktflügen aus Paris und Anschlüssen über andere karibische Drehkreuze. Von dort sind es etwa 15 Minuten mit dem Taxi nach Bas du Fort. Guadeloupe ist ein Überseegebiet Frankreichs, es gilt also der Euro, EU-Steckdosen und Französisch als Landessprache — in der Marina kommt man gut mit Englisch zurecht, aber ein paar Worte Französisch helfen an Land sehr.
Da es sich um Frankreich handelt, reisen EU-Bürger mit Personalausweis ein, und solange man in guadeloupeischen Gewässern bleibt, gibt es keine gesonderte Zollabfertigung. Für Fahrten nach Dominica oder Antigua muss man aus- und einklarieren — Reisepässe und die Bootspapiere mitführen. Die Provianteinkäufe in Bas du Fort sind gut sortiert; die großen Supermärkte bei Pointe-à-Pitre sind günstiger als die Läden in der Marina. Wasser und Diesel gibt es am Steg. Reef-verträgliche Sonnencreme, einen ordentlichen Sonnenhut und eine leichte Jacke für die windigeren Abendfahrten einpacken.
Live-Flotte
Verfügbare Yachten in Guadeloupe.
7 yachts

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Guadeloupe, Caribbean

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Fragen zu Guadeloupe
Gefragt und beantwortet.
Was kostet eine Yachtcharter in Guadeloupe?
Braucht man einen Führerschein, um in Guadeloupe eine Yacht zu chartern?
Wann ist die beste Zeit, um in Guadeloupe zu segeln?
Wo starten die Charter in Guadeloupe?
Eignet sich Guadeloupe für einen Familiensegelurlaub?
Kann man von Guadeloupe aus zu anderen Inseln segeln?

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