Bareboat, mit Skipper oder mit Crew: Welche Charterform zu Ihnen passt

Ratgeber · Sailaway Charters

Bareboat, mit Skipper oder mit Crew: Welche Charterform zu Ihnen passt

Dasselbe Boot, drei Arten es zu chartern. Die richtige Wahl hängt von Ihrer Lizenz, Ihrem Budget und Ihrer Bereitschaft zur Verantwortung ab.

Jede Option verhandelt zwischen Geld, Können und Freiheit. Dieser Leitfaden zeigt, was jede Variante von Ihnen wirklich verlangt, wem sie liegt – und wer besser eine andere wählt.

Was die drei Begriffe bedeuten

Bareboat bedeutet: Sie chartern die Yacht und sonst nichts. Sie führen sie, navigieren sie und tragen die Verantwortung.

Skippered bedeutet dieselbe Yacht plus ein Profi, der sie führt. Sie legen selbst fest, wie viel Sie mit anpacken.

Crewed bedeutet Skipper plus mindestens eine weitere Person – Gastgeber oder Koch. Segeln, Kochen und Putzen übernimmt die Crew. Sie sind Gast auf dem eigenen Boot.

Bareboat: volle Freiheit, volle Verantwortung

Bareboat ist der günstigste Weg, eine bestimmte Yacht unter sich zu haben. Sie zahlen die Basischartergebühr und sparen sich Skipper- und Crewkosten. Dafür hinterlegen Sie eine Kaution, und alles hängt von Ihrem Urteilsvermögen ab.

Die Freiheit ist vollständig. Ablegen, sobald der Kaffee getrunken ist, in der Bucht ankern, die beim Mittagessen ins Auge fiel, den Plan ändern, weil der Wind es tut. Kein fremder Zeitplan zählt.

Die Verantwortung ist es ebenso. Törnplanung, Wetterentscheidungen, das Anlegen Heck an Kai bei Seitenwind, der Moment, in dem der Anker um zwei Uhr nachts durchrutscht – alles liegt bei Ihnen. Das passt zu erfahrenen Seglern mit aktuellen Meilen auf einem ähnlichen Boot. Nicht zu jenen, deren Erfahrung vor allem auf dem Papier steht.

Die Lizenzfrage, ehrlich betrachtet

Für Bareboat in Kroatien brauchen Sie eine anerkannte Qualifikation – einen ICC oder gleichwertig – sowie ein UKW-Funkzeugnis. Ein praktisches RYA-Day-Skipper-Zertifikat berechtigt Sie, den ICC zu beantragen. Die meisten Charterunternehmen fragen zudem nach Ihrer tatsächlichen Erfahrung, nicht nur nach der Karte.

Hier kommt der ehrliche Teil. Eine Lizenz ist das gesetzliche Minimum, kein Beweis für Ihre Fähigkeiten. Wer den Day Skipper auf einem kleinen Einrumpfboot bestanden hat und einen großen Katamaran bucht, spürt die Lücke. Volle Häfen und Nachmittagswinde kümmern sich nicht um das, was auf dem Zertifikat steht.

Ist Ihr Logbuch dünn, ist das kein Urteil über Sie. Es ist ein Argument für die nächste Option.

Mit Skipper: Ortskenntnis ohne den Aufwand

Sie zahlen die Basisgebühr plus ein Tageshonorar für den Skipper, und üblicherweise übernehmen Sie auch dessen Verpflegung. Der Skipper belegt zudem eine Kabine – eine Yacht mit acht Betten bietet also sieben für Sie.

Dafür bekommen Sie jemanden, der weiß, welche Bucht vor der Bora schützt, welche Konoba einen freien Liegeplatz hat und wann man früh aufbrechen sollte. Sie können den ganzen Tag unter fachkundiger Aufsicht selbst steuern oder ein Buch lesen. Bei Wetter und Sicherheit hat der Skipper das letzte Wort, sonst gehört die Route Ihnen.

Das passt zu Gruppen mit unterschiedlichem Können, zu Lizenzinhabern in unbekannten Gewässern und zu allen, die dazulernen wollen. Weniger geeignet, wenn Sie das Boot ganz für sich haben wollen oder jede Koje zählt.

Mit Crew: Das Boot wird zum Urlaub

Crewed ist die teuerste Option. Zusätzlich zu den Grundkosten tragen Sie Crewgebühren und Verpflegung, und Trinkgeld für die Crew ist üblich. Größere Yachten werden oft mit Crew inklusive angeboten – prüfen Sie genau, was im Preis enthalten ist, bevor Sie vergleichen.

Von Ihnen wird nichts verlangt. Mahlzeiten erscheinen, Kabinen werden gemacht, die Überfahrt läuft, während Sie hinten vom Heck aus schwimmen. Der Preis dafür ist Privatsphäre: Profis leben und arbeiten an Bord, und ein Teil des Bootes gehört ihnen.

Das passt zu Feiern, zu mehreren gemeinsam reisenden Generationen und zu Gastgebern, die sich lieber um Gäste als um ein Boot kümmern. Weniger geeignet, wenn das Segeln selbst im Mittelpunkt steht oder das Budget knapp ist.

Wie Sie entscheiden

Stellen Sie sich drei Fragen. Haben Sie kürzlich ein ähnliches Boot unter ähnlichen Bedingungen geführt? Verträgt das Budget einen Skipper oder eine Crew, ohne den Rest der Reise zu belasten? Und wollen Sie in diesem Urlaub eine Herausforderung oder Erholung?

Haben Sie die Qualifikation und die aktuelle Erfahrung, bietet Bareboat das meiste Boot fürs Geld. Können Sie segeln, sind die Gewässer aber neu, nehmen Sie einen Skipper – Sie lernen in einer Woche an seiner Seite mehr als in einer ganzen Saison vorsichtigen Ratens. Geht es die Woche mehr um die Menschen an Bord als ums Segeln, wählen Sie Crewed.

Und wenn Sie sich nicht entscheiden können: nehmen Sie den Skipper. Niemand stand je um Mitternacht im Hafen und wünschte sich, weniger Hilfe gehabt zu haben.

Bereit, wenn Sie es sind

Planen Sie Ihren Charter.

Nennen Sie uns Ihre Termine und Ihre Gruppe – wir melden uns noch am selben Tag mit zwei oder drei passenden Booten.